Schwerpunkte des Standortprogramms für Arbeit in Oberösterreich
upperWORK 2026 – Perspektiven für die Menschen & Betriebe
„Nach drei Jahren Rezession hatte sich für heuer endlich eine konjunkturelle Erholung abgezeichnet. Der Krieg im Nahen Osten hat jedoch nun nicht nur viel menschliches Leid gebracht, sondern auch das zarte Pflänzchen eines wirtschaftlichen Aufwindes wieder niedergedrückt. WIFO und IHS gehen davon aus, dass der Iran-Konflikt und die daraus resultierenden stark gestiegenen Energiepreise die wirtschaftliche Erholung Österreichs einbremsen wird. Das WIFO ist im Dezember noch von einem Wirtschaftswachstum von 1,2 Prozent ausgegangen und das IHS von 1,0 Prozent. Vergangenen Freitag haben die beiden Wirtschaftsforschungsinstitute ihre Prognosen wieder gesenkt: Das WIFO prognostiziert für heuer nun ein Plus von 0,9 und das IHS von 0,5 Prozent“, erklärt Wirtschafts-Landesrat Markus Achleitner.
„Die Unsicherheiten in Bezug auf die wirtschaftliche Entwicklung wirken sich auf Oberösterreich als Export- und Industrie-Bundesland Nr. 1 der Republik besonders aus. Unser Bundesland ist Standort vieler international tätiger Unternehmen ist, die derzeit in einem besonders schwierigen Marktumfeld agieren. Je nachdem, wie lange der Konflikt noch andauert, kann sich das auch auf den Arbeitsmarkt auswirken. Daher ist es umso wichtiger, dass unser Standortprogramm für Arbeit in Oberösterreich – upperWORK größtmögliche Flexibilität ermöglicht und innovative Maßnahmen umfasst“, hebt Wirtschafts-Landesrat Markus Achleitner anlässlich der Präsentation von upperWORK 2026 gemeinsam mit den Standortprogrammpartnern Arbeitsmarktservice OÖ und Sozialministeriumservice OÖ hervor.
„Die Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt vollziehen sich immer rascher und dynamischer, daher wurde auch das Standortprogramm für Arbeit in Oberösterreich – upperWORK für 2026 so gestaltet, dass wir rasch und flexibel auf Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt und die Bedarfe der Unternehmen eingehen können“, unterstreicht Landesrat Achleitner.
Der oberösterreichische Arbeitsmarkt hat sich auch im Jahr 2025 trotz weiterhin schwieriger Rahmenbedingungen als stabil und widerstandsfähig erwiesen:
Die Zahl der Arbeitssuchenden beträgt in Oberösterreich Ende März 39.660 – das bedeutet nicht nur ein Minus von 495 oder -1,2 % gegenüber dem Vorjahresmonat März 2025, sondern auch einen Rückgang um 6.156 Arbeitssuchende (oder -13,4 Prozent) gegenüber dem Vormonat Februar 2026. ➢ Oberösterreich weist Ende März auch 19.892 offene Stellen auf.
„Erfreulicherweise zeigt sich in Oberösterreich entgegen dem Bundestrend ein Rückgang bei der Zahl der Arbeitssuchende. Aber jede und jeder Arbeitslose ist eine bzw. einer zu viel.
Zugleich ist noch nicht absehbar, wie sich der Iran-Krieg auf das Industrie- und Exportland Oberösterreich auswirkt. Wie weit bzw. wie schnell das dann auf unseren Arbeitsmarkt durchschlägt, kann derzeit noch nicht abgeschätzt werden. Daher hat die aktive Arbeitsmarktpolitik mit Qualifizierungs- und Beschäftigungsinitiativen für uns weiterhin höchste Priorität“, erklärt Landesrat Achleitner.
„Unsere aktive Arbeitsmarktpolitik soll Perspektiven für die Menschen und für die Betriebe bieten: Dazu müssen zum einen die Menschen rasch in Beschäftigung gebracht werden. Zum anderen zeichnet sich schon jetzt ab, dass der Fachkräftebedarf in Oberösterreich immer massiver wird – aufgrund der Bevölkerungsentwicklung, die von Überalterung geprägt ist:
„Wir wollen rechtzeitig und langfristig die erforderlichen Schritte setzen. Daher sind diese Prognosen auch in die Erarbeitung von upperWORK 2026 eingeflossen. So wird bei der Qualifizierung von arbeitssuchenden Personen gezielt in jene Bereiche investiert, die künftige Bedarfe haben. Gezielte Ausbildung ist somit ein wichtiger Baustein, um den künftigen Fachkräftebedarf zu decken“, so Landesrat Achleitner.