14.04.2026

Schwerpunkte des Standortprogramms für Arbeit in Oberösterreich

upperWORK 2026 – Perspektiven für die Menschen & Betriebe

„Nach drei Jahren Rezession hatte sich für heuer endlich eine konjunkturelle Erholung abgezeichnet. Der Krieg im Nahen Osten hat jedoch nun nicht nur viel menschliches Leid gebracht, sondern auch das zarte Pflänzchen eines wirtschaftlichen Aufwindes wieder niedergedrückt. WIFO und IHS gehen davon aus, dass der Iran-Konflikt und die daraus resultierenden stark gestiegenen Energiepreise die wirtschaftliche Erholung Österreichs einbremsen wird. Das WIFO ist im Dezember noch von einem Wirtschaftswachstum von 1,2 Prozent ausgegangen und das IHS von 1,0 Prozent. Vergangenen Freitag haben die beiden Wirtschaftsforschungsinstitute ihre Prognosen wieder gesenkt: Das WIFO prognostiziert für heuer nun ein Plus von 0,9 und das IHS von 0,5 Prozent“, erklärt Wirtschafts-Landesrat Markus Achleitner.

v.l.: Wirtschafts-Landesrat Markus Achleitner, Iris Schmidt, Landesgeschäftsführerin Arbeitsmarktservice OÖ, Mag.a Brigitte Deu, Landesstellenleiterin Sozialministeriumservice OÖ, und Christoph Knogler, CEO KEBA Group AG. © Land OÖ/Daniela Sternberger
v.l.: Wirtschafts-Landesrat Markus Achleitner, Iris Schmidt, Landesgeschäftsführerin Arbeitsmarktservice OÖ, Mag.a Brigitte Deu, Landesstellenleiterin Sozialministeriumservice OÖ, und Christoph Knogler, CEO KEBA Group AG. © Land OÖ/Daniela Sternberger

„Die Unsicherheiten in Bezug auf die wirtschaftliche Entwicklung wirken sich auf Oberösterreich als Export- und Industrie-Bundesland Nr. 1 der Republik besonders aus. Unser Bundesland ist Standort vieler international tätiger Unternehmen ist, die derzeit in einem besonders schwierigen Marktumfeld agieren. Je nachdem, wie lange der Konflikt noch andauert, kann sich das auch auf den Arbeitsmarkt auswirken. Daher ist es umso wichtiger, dass unser Standortprogramm für Arbeit in Oberösterreich – upperWORK größtmögliche Flexibilität ermöglicht und innovative Maßnahmen umfasst“, hebt Wirtschafts-Landesrat Markus Achleitner anlässlich der Präsentation von upperWORK 2026 gemeinsam mit den Standortprogrammpartnern Arbeitsmarktservice OÖ und Sozialministeriumservice OÖ hervor.

„Die Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt vollziehen sich immer rascher und dynamischer, daher wurde auch das Standortprogramm für Arbeit in Oberösterreich – upperWORK für 2026 so gestaltet, dass wir rasch und flexibel auf Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt und die Bedarfe der Unternehmen eingehen können“, unterstreicht Landesrat Achleitner.

Die zentralen Eckpunkte von upperWORK 2026: 

  • Das Land OÖ, das Arbeitsmarktservice OÖ und die SozialministeriumserviceLandesstelle OÖ investieren heuer 392 Mio. Euro in Beschäftigungs- und Qualifizierungsmaßnahmen. Das ist ein Plus von sieben Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr 2025. LR ACHLEITNER / LGF SCHMIDT / Mag.a DEU Seite 3
  • Insgesamt umfasst upperWORK heuer rund 100 verschiedene Programme und Maßnahmen.
  • 117.222 Menschen in Oberösterreich werden heuer von diesen Aktivitäten profitieren.
  • Die Schwerpunkte von upperWORK 2026:
    o Vermeidung von Arbeitslosigkeit und Maßnahmen gegen Langzeitbeschäftigungslosigkeit
    o Fachkräfteausbildung und Qualifizierung
    o Innovative Konzepte und Zukunftskompetenzen

Der oberösterreichische Arbeitsmarkt im Überblick: 

Der oberösterreichische Arbeitsmarkt hat sich auch im Jahr 2025 trotz weiterhin schwieriger Rahmenbedingungen als stabil und widerstandsfähig erwiesen:

  • Mit einer Jahres-Arbeitslosenquote von 5,4 Prozent liegt Oberösterreich weiterhin deutlich unter dem österreichischen Durchschnitt von 7,4 Prozent.
  • Oberösterreich liegt damit auf Platz 3 im Bundesländer-Vergleich, hinter Salzburg und Tirol mit jeweils 4,5 %.
  • Die Beschäftigung bleibt mit einem Jahresdurchschnitt von 690.961 Personen stabil (= leichter Rückgang von 0,56 Prozentpunkten gegenüber 2024).

Die Daten von Ende März 2026 zeigen für Oberösterreich folgendes Bild von der aktuellen Arbeitsmarktsituation:

  • 686.000 Beschäftigte Ende März in Oberösterreich bedeuten zwar einen marginalen Rückgang von 0,2 Prozent gegenüber März 2025, zugleich aber einen Zuwachs von 6.621 Beschäftigten gegenüber dem Vormonat Februar 2026.
  • Die Arbeitslosenquote ist in Oberösterreich mit 5,5 Prozent um 0,05 Prozentpunkte niedriger als im März 2025, gegenüber dem Vormonat Februar 2026 sogar um 0,85 Prozentpunkte niedriger.
  • Oberösterreich liegt damit auf Platz 3 im Bundesländer-Vergleich und deutlich unter dem Österreich-Schnitt von 7,5 Prozent.
  • Die Zahl der Arbeitssuchenden beträgt in Oberösterreich Ende März 39.660 – das bedeutet nicht nur ein Minus von 495 oder -1,2 % gegenüber dem Vorjahresmonat März 2025, sondern auch einen Rückgang um 6.156 Arbeitssuchende (oder -13,4 Prozent) gegenüber dem Vormonat Februar 2026. ➢ Oberösterreich weist Ende März auch 19.892 offene Stellen auf.

    „Erfreulicherweise zeigt sich in Oberösterreich entgegen dem Bundestrend ein Rückgang bei der Zahl der Arbeitssuchende. Aber jede und jeder Arbeitslose ist eine bzw. einer zu viel.
    Zugleich ist noch nicht absehbar, wie sich der Iran-Krieg auf das Industrie- und Exportland Oberösterreich auswirkt. Wie weit bzw. wie schnell das dann auf unseren Arbeitsmarkt durchschlägt, kann derzeit noch nicht abgeschätzt werden. Daher hat die aktive Arbeitsmarktpolitik mit Qualifizierungs- und Beschäftigungsinitiativen für uns weiterhin höchste Priorität“, erklärt Landesrat Achleitner.

Fachkräftebedarf als Herausforderung für oö. Arbeitsmarkt bereits absehbar: 

„Unsere aktive Arbeitsmarktpolitik soll Perspektiven für die Menschen und für die Betriebe bieten: Dazu müssen zum einen die Menschen rasch in Beschäftigung gebracht werden. Zum anderen zeichnet sich schon jetzt ab, dass der Fachkräftebedarf in Oberösterreich immer massiver wird – aufgrund der Bevölkerungsentwicklung, die von Überalterung geprägt ist: 

  • Für das Jahr 2030 wird in Oberösterreich von rund 83.500 fehlenden Fachkräften ausgegangen.
  • Bis zum Jahr 2040 gehen die Prognosen von einem Bedarf von etwa 151.000 Fachkräften in unserem Bundesland aus.

„Wir wollen rechtzeitig und langfristig die erforderlichen Schritte setzen. Daher sind diese Prognosen auch in die Erarbeitung von upperWORK 2026 eingeflossen. So wird bei der Qualifizierung von arbeitssuchenden Personen gezielt in jene Bereiche investiert, die künftige Bedarfe haben. Gezielte Ausbildung ist somit ein wichtiger Baustein, um den künftigen Fachkräftebedarf zu decken“, so Landesrat Achleitner.

upperWORK-Budget 2026: 

  • Insgesamt steht im Rahmen des heurigen Standortprogramms für Arbeit in Oberösterreich - upperWORK 2026 ein Gesamtfördervolumen von knapp 392 Mio. Euro zur Verfügung.
  • Das ist eine Steigerung um rund 7 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr: o 2025: 385 Mio. Euro o 2024: 367,15 Mio. Euro o 2023: 326,3 Mio. Euro
  • Finanziert werden die Qualifizierungs-, Beratungs- und Beschäftigungsangebote von Arbeitsmarktservice OÖ, Land OÖ und Sozialministeriumservice-Landesstelle OÖ.
  • Das Gesamtbudget 2026 teilt sich wie folgt auf:
    o AMS OÖ: rd. 170 Mio. Euro
    o Land OÖ: rd. 170 Mio. Euro
    o SMS OÖ: rd. 52 Mio. Euro
  • 117.222 Menschen in Oberösterreich werden heuer von den Maßnahmen profitieren: Davon sind 63.193 Frauen und 54.029 Männer.

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